Orte

Altöttingseit annähernd 1200 Jahren bedeutendes Marienheiligtum und über 500 Jahre Wallfahrtszentrum von europäischem Rang mit jährlich über 1 Million Pilger

An die Altöttingbesuche und die besondere Verbundenheit einiger Päpste mit dem „Bayerischen Nationalheiligtum“ erinnern verschiedene Weihegaben und Kunstwerke.

Ein Ölbild im Wallfahrts- und Heimatmuseum zeigt den 1782 in Altötting weilenden Papst Pius VI. Die mit Edelsteinen verzierte Ampel in der Gnadenkapelle stiftete Papst Pius IX. Wertvolle Kelche stammen von Pius IX., Pius X. – er ist auch auf dem Hochaltarbild der 1913 in den Rang einer Päpstlichen Basilika erhobenen Wallfahrtskirche St. Anna „verewigt“ -  und Pius XII. Sein goldenes Brustkreuz vermachte Papst Benedikt XV. der Gnadenkapelle (1927) und an den Aufenthalt von Johannes Paul II. im Jahr 1980 erinnern eine überlebensgroße Bronzeskulptur am Kongregationssaal und die von ihm gepflanzte Linde auf dem Weg von der Gnadenkapelle zur Wallfahrtsbasilika. Der amtierende Nachfolger Petri ist seit seiner Kinderzeit ein großer Verehrer der Muttergottes von Altötting. In seinem Anfang 2005 verfassten Geleitwort zum Stadtführer schreibt Joseph Ratzinger: „Ich habe das Glück, ganz in der Nähe von Altötting geboren zu sein. So gehören die gemeinsamen Wallfahrten mit meinen Eltern und Geschwistern an den Gnadenort zu meinen frühesten und schönsten Erinnerungen….“ Altöttings Bürgermeister überreichte Benedikt XVI. anlässlich der festlichen Amtseinführung am 25. April 2005 in Rom eine Kopie des Altöttinger Gnadenbildes und der neue Papst dankte mit den Worten: „Altötting ist das Herz Bayerns und eines der Herzen Europas…“  

 

Im Rahmen seiner Pastoralreise nach Bayern im September 2006 besuchte Papst Benedikt XVI. am 11. September 2006 auch den Wallfahrtsort Altötting und feierte mit tausenden Gläubigen eine Heilige Messe auf dem Kapellplatz.

 

Sehenswürdigkeiten:

Kapellplatz mit Gnadenkapelle (Oktogon vermutlich aus dem 9. Jahrhundert) und „Schwarzer Madonna“ (um 1330), Stiftskirche von 1511 mit Schatzkammer, ehemalige Jesuitenkirche St. Magdalena (1700), Bruder-Konrad-Kirche mit Reliqienschrein des Heiligen (+1898), „Jerusalem-Panorama Kreuzigung Christi“ (1903), Wallfahrts- und Heimatmuseum

Informationen: Wallfahrts- und Verkehrsbüro Tel. +49-8671-506219/38, www.altoetting.de

 

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Neuötting von den Wittelsbacher Landesherren im 13. Jahrhundert gegründete Handelsstadt auf einem Höhenrücken am Inn

Sehenswürdigkeiten:

Stadtplatz mit Bürger- und Geschäftshäusern im Inn-Salzach-Baustil und Arkadengängen, gotische Stadtpfarrkirche St. Nikolaus, Burghauser und Landshuter Tor, „Pfennigturm“ (ehemalige Münzstätte der Landshuter Herzöge) Stadtmuseum, ehem. Siechenhauskirche St. Anna (1511) und Spitalkirche Hl. Geist (um 1500)

Informationen: Touristinfo/Stadtmuseum Tel. +49-8671-882669, www.neuoetting.de

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Marktl a. Inn bedeutende Siedlung aus der Zeit der Innschifffahrt und Flussübergang.

Die Marktgemeinde ist der Geburtsort von Papst Benedikt XVI., der bereits 1997 – noch als Kurienkardinal -  zum Ehrenbürger ernannt wurde. Am Nordende des Marktplatzes steht sein Geburtshaus mit Gedenktafel, ein ehemals kurfürstliches Mautgebäude aus dem Jahr 1748. Hier wurde Benedikt XVI. als drittes Kind der Eheleute Josef und Maria Ratzinger am 16. April 1927 geboren. Die Schwester Maria erblickte 1921 und Bruder Georg 1924 in Pleiskirchen, Landkreis Altötting das Licht der Welt. Georg Ratzinger wurde später Domkapellmeister zu Regensburg und langjähriger Dirigent der weltberühmten „Regensburger Domspatzen“. Der Vater war von 1925 bis 1929 Kommandant der Marktler Gendarmerie-Station. Im benachbarten Heimatmuseum mit seinen sehenswerten volkskundlichen Sammlungen befindet sich der alte Taufstein aus der 1857 wieder errichteten Pfarrkirche St. Oswald. Getauft wurde Josef Ratzinger noch am Tag seiner Geburt, dem Karsamstag des Jahres 1927.  

Weitere Sehenswürdigkeiten:

Ortsteil Bergham mit St. Nikolaus-Kirche (Anfang 15. Jahrhundert) Naturschutzgebiete Dachlwand und Alzmündung, Aussichtspunkt Leonberg mit St. Sebastianskirchlein (Ende 16. Jahrhundert)

Informationen: Marktgemeindeverwaltung Tel. +49-8678-9888-0, www.marktl.de

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Hohenwart – mit der um 1445 erbauten Filialkirche Kirche St. Nikolaus (spätgotische Ausstattung – Flügelaltar von 1510).

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Burghausender alten Herzogstadt an der Salzach mit ihrer eindrucksvollen, längsten Burg Europas. In dieser während des 15. Jahrhunderts zur uneinnehmbaren Festung ausgebauten Anlage lagerten die Landshuter Herzöge ihre Schätze und hier residierte auch die polnische Königstochter Hedwig nach ihrer prunkvollen „Landshuter Hochzeit“ 1475 mit Herzog Georg dem Reichen. Die zwischen Burgrücken und Fluss eingeklemmte Altstadt bietet besterhaltene, mittelalterliche Architektur im Inn-Salzach-Baustil. Grundlage für den Reichtum Burghausens bildete über Jahrhunderte der Salzhandel. Mit den als „Plätten“ bezeichneten Nachbauten der Salzkähne werden regelmäßig Flussfahrten von Tittmoning nach Burghausen angeboten.

Sehenswürdigkeiten: Burganlage mit 6 Höfen und Palas, Äußerer und Innerer Burgkapelle, Historischem Heimatmuseum, Staatlicher Gemäldegalerie und Fotomuseum; Stadtplatz, Grüben und Messerzeile mit sehenswerten denkmalgeschützten Amts-, Bürger- und Handwerkerhäusern, Landschaftsschutzgebiet Wöhrsee mit Strandbad, Kirche St. Jakob (1511), Hl. Geist-Kirche ( 14. Jahrhundert), Institutskirche der Englischen Fräulein (1746),

Informationen: Burghauser Touristik Tel. +49-8677-887140, www.burghausen.de

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Raitenhaslachund seiner 1146 gegründeten, jedoch 1803 säkularisierten Zisterzienserabtei. Die prächtige Barockkirche erhielt ihr heutiges Aussehen weitgehend durch einen Umbau zum 600-jährigen Ordensjubiläum in den Jahren 1694-98. Ihre Kunstschätze und die weitläufige Klosteranlage mit Gasthaus laden zum Verweilen ein

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Marienbergmit der Rokoko-Wallfahrtskirche „Mariä Himmelfahrt“ von 1764

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Tittmoningdie im 13. Jahrhundert gegründete und ehemals Salzburgische Handelsstadt mit einem einmalig gut erhaltenen Stadtbild und markanter Burganlage war ab 1929 Wohnort der Familie Ratzinger. “Tittmoning – schreibt Joseph Ratzinger in seiner zweiten Biografie von 1998 – ist das Traumland meiner Kindheit geblieben. Da ist der große, ja, majestätische Stadtplatz mit seinem noblen Brunnen, begrenzt vom Laufener und vom Burghausener Tor, von stolzen alten Bürgerhäusern umschlossen – wahrhaftig ein Platz, der größeren Städten Ehre machen würde.“ Und einige Zeilen weiter: „Am meisten aber liebten wir die schöne alte barocke Klosterkirche, die einst den Augustiner-Chorherren gehört hatte...“ In den angrenzenden, zwischenzeitlich von den Englischen Fräulein betreuten Klostergebäuden war auch der Kindergarten untergebracht, den Joseph bis 1932 besuchte. Die Familie wohnte im so genannten „Stubenrauchhaus“ einem stattlichen Bau des 17./18. Jahrhunderts am Stadtplatz 39 (heute Sparkasse). Aus der Zeit um 1930 ist vom Bruder Georg folgende Episode überliefert: Als Michael Kardinal von Faulhaber anlässlich einer Firmung in Tittmoning eintraf, begrüßten ihn auch die Fähnchen schwenkenden Kindergartenkinder. Joseph Ratzinger war vom purpurnen Talar des Erzbischofs von München-Freising sehr beeindruckt und bemerkte: „Ich werde auch einmal Kardinal!“ Zu den schönsten Erinnerungen der Ratzinger-Kinder zählen auch die Spaziergänge mit der Mutter zum idyllisch im Ponlachgraben gelegenen barocken Wallfahrtskirche Maria Brunn. Der letzte offizielle Besuch des Kurienkardinals Ratzinger erfolgte im Jahr 1983 anläßlich des 300-jährigen Jubiläums der Augustinerklosterkirche.  

Weitere Sehenswürdigkeiten: spätgotische Pfarr- und Stiftskirche St. Lorenz, Rathaus, Heimatmuseum auf der Burg mit bedeutender Schützenscheibensammlung;

Informationen: Städtisches Verkehrsamt Tel. +49-8683-700710, www.tittmoning.de

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Taching - Bei der am Benediktweg gelegenen kleinen Kirche St. Coloman bietet sich ein beeindruckender Blick über die von den Gletschern der letzten Eiszeit zurückgelassene Hügellandschaft und den darin eingebetteten Tachinger See, der sich nördlich unmittelbar an den bekannteren Waginger See anschließt und in die im Süden anschließenden Chiemgauer Berge.

 

Sehenswürdigkeiten:

Ortsteil Burg (westlich von Tengling) - früher Sitz bedeutender bayerischer Adelsgeschlechter - mit ehemaliger Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt (1532-41, neugotische Ausstattung), Strandbäder Taching und Tengling mit flachem Sandstrand.

Information: Touristinfo Tel. +49-8681-1444, www.taching.de  

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Waging am See mit dem „wärmsten See Oberbayerns“, Strandkurhaus und schönen Badeplätzen

Sehenswürdigkeiten: Marktplatz mit Bürgerhäusern und Pfarrkirche St. Martin (1612), Bajuwarenmuseum mit archäologischen Funden der frühen Bajuwarenzeit (um 500 bis 700 n.Chr.); südöstlich auf einer Anhöhe und über einen ehem. Wallfahrtsweg erreichbar - die Kirche „Mariä Heimsuchung“ im Ortsteil Mühlberg, seit 1670 Wallfahrtsort.

Informationen: Touristinformation Tel. +49-8681-313, www.waging.de

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Hufschlagam Stadtrand von Traunstein. Die Eltern Josef und Maria Ratzinger kauften hier bereits 1933 im Eichweg 19 ein altes Bauernhaus aus dem Jahr 1726 mit Wiese, Obstgarten, angrenzenden Waldungen und Blick auf die Chiemgauer Berge, das nach Renovierungsarbeiten ab 1937 der ganzen Familie zum gemütlichen Zuhause wurde. „Hier haben wir nach vielem Wandern nun unsere wahre Heimat gefunden, in die mein Erinnern immer wieder dankbar zurückkehrt.“ schreibt Joseph Ratzinger. Dazu gehören gewiss auch Erinnerungen an die Familienspaziergänge hinauf zum nahe gelegenen „Ettendorfer Kircherl“, der sehenswerten Filialkirche St. Vitus und Anna aus dem 15. Jahrhundert, die alljährlich Ziel eines österlichen Georgi-Umrittes ist und die „älteste noch bespielbare Orgel Bayerns“ (von 1669) besitzt.

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Traunstein „Vaterstadt“ von Papst Benedikt XVI., Wirtschafts- und Verwaltungszentrum des Chiemgaues. In seiner Biographie schreibt J. Ratzinger: „Mit dem Umzug nach Traunstein begann aber für mich auch ein neuer Ernst. Wenige Tage nach der Ankunft öffnete die Schule ihre Pforten; ich ging nun in die erste Klasse des humanistischen Gymnasiums (in der Rosenheimer Straße 5, heute Musikschule)…hier wurde noch Latein als Basis des ganzen Unterrichts in alter Strenge und Gründlichkeit gelehrt, wofür ich ein Leben lang dankbar geblieben bin.“ Zwei Jahre später tritt Joseph in das Erzbischöfliche Studienseminar St. Michael auf der Wartberghöhe (Kardinal-Faulhaber-Straße 6) ein. Der Ausbruch des 2. Weltkriegs und dessen rasche Eskalation blieben nicht ohne Auswirkungen auf den Schulbetrieb: das Knabenseminar wurde Lazarett – es folgte der Wechsel in andere Gebäude und 1943 schließlich die Verlegung des Internatsjahrgänge 1926/27 zu einer Flugabwehr-Einheit in den Großraum München mit Schulbesuchen im Maximilians-Gymnasium. Die Wirren des Kriegsendes führten ihn ins österreichische Burgenland, wieder zurück nach München und Traunstein, schließlich in Gefangenenlager der US-Armee von Bad Aibling und Ulm. Die glückliche Heimkehr erfolgt im Frühsommer 1945 und „die folgenden Monate der wieder gewonnenen Freiheit, die wir nun erst so recht zu schätzen lernten, gehören zu den schönsten Erinnerungen meines Lebens.“ Zum Jahresende zog Joseph Ratzinger um in das Freisinger Priesterseminar. Nach Beendigung ihrer Studienzeit und dem Empfang der Priesterweihe feierten die Brüder Ratzinger am 8. Juli 1951 ihren Primizgottesdienst in der Traunsteiner Pfarrkirche St. Oswald. Dem Traunsteiner Studienseminar blieben beide über Jahrzehnte verbunden und verbrachten dort oft zusammen die Tage nach dem Neujahrsfest, verbunden mit Ausflügen nach Maria Eck, dem ehemaligen jährlichen Wallfahrtsziel der Seminaristen, und in manch anderen schönen Winkel des Voralpenlandes zwischen Inn und Salzach.  

Weitere Sehenswürdigkeiten: Stadtplatz mit Liendlbrunnen und barocker Pfarrkirche St. Oswald, ehem. Salinegelände im Stadtteil Au (Bau der Soleleitung Bad Reichenhall – Traunstein 1617-19) mit Salinenkapelle (1630/31), Kirche „Mariä Verkündigung“ im Stadtteil Haslach (Pfarrsitz seit dem 13. Jahrhundert und ehemalige Pfarrkirche von Hufschlag), Stadt- und Spielzeugmuseum;

Empfehlenswerte Abstecher:

Maria Eck – entlang der Traun auf dem „Traun-Alz-Radweg“ flussaufwärts bis Siegsdorf; am Ortsende auf der Kreisstrasse steil hinauf zur Wallfahrtskirche und zum Kloster der Franziskaner-Minoriten (einfach 10 km)

Höglwörth – Von Traunstein über Hufschlag, Lauter auf dem „Salinenweg“/“Bodensee-Königssee-Radweg“ in östlicher Richtung nach Teisendorf und zum ehem. Augustiner-Chorherrenstift mit kunstvoll im 17. Jahrhundert ausgestatteter Kirche St. Petrus und Paulus auf einer Halbinsel im Höglwörther See (einfach 22 km)

Unterwössen – Von Traunstein über Siegsdorf, dann auf dem „Bodensee-Königssee-Weg“ bis Bergen, ab Ortsende dann auf dem „Achentalradweg“ entlang des Flüsschens in südlicher Richtung über Marquartstein zum Ortszentrum mit der Pfarrkirche St. Martin (1780-83); hier verbrachte Joseph Ratzinger mehrmals seinen Urlaub auf dem Bichlhof der Barmherzigen Schwestern und besuchte seinen Studienfreund Pfarrer Franz Niegel (einfach 30 km)

Information: Tourismusbüro im Stadtpark, Tel. +49-861-9869523, www.traunstein.de

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Chieming – am Chiemsee mit Strand- und Freibad

Sehenswürdigkeiten: Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ mit weitgehend neuromanischer Ausstattung von 1884 und drei römischen Votivsteinen, ehemaliges Schloß Neuenchieming –ein direkt am See gelegener Pfarrhof (von 1642-1965) mit Treppenturm und Gartenanlage;

Information: Touristinfo Tel. +49-8664-988647, www.chieming.de

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Seebruck – die ehemals bedeutende Strassenstation „Bedaium“ mit Flussübergang und Kastell an der Römerstraße von Salzburg (Iuvavum) nach Augsburg (Augusta Vindelicorum), heute beliebter Urlaubs- und Ausflugsort.

Sehenswürdigkeiten: Filialkirche St. Thomas (1474-77) des Klosters Frauenchiemsee, im Friedhofsbereich Reste der Kastellmauer, Römermuseum;

Information: Touristinfo Tel. +49-8667-7139, www.seeon-seebruck.de

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Seeon – mit dem idyllisch auf einer Insel im See gelegenen ehemaligen Benedikinerkloster, einst Zentrum der Buchmalerei und bis zur Säkularisation (1803) zeitweise das reichste Kloster Bayerns, heute Tagungs- und Seminargebäude des Regierungsbezirks Oberbayern

Sehenswürdigkeiten: Klosteranlage mit Klosterkirche St. Lambert (romanischen Ursprungs, gotisches Gewölbe, teilbarockisiert nach Brand 1634-53), ehemalige Konventgebäude, Nebenkirche St. Walburg (um 1470) mit Friedhof, Pfarrhof, ehemaliger Meierhof und Zehentstadel

Empfehlenswerter Abstecher: Eindrucksvoll auf einem Höhenrücken am Zusammenfluss von Traun und Alz liegen Kirche und Klosteranlage des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstifts Baumburg im Gemeindegebiet von Altenmarkt a.d. Alz. Die Ursprünge der Kirche St. Margaretha reichen ins 11. Jahrhundert zurück. Der gegenwärtige eindrucksvolle Bau wurde 1758 vollendet. (9 km beschilderter Radweg von Seeon)

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Gstadt am Chiemsee – mit seiner am Hochufer gelegenen Filialkirche St. Peter und Paul (15. Jahrhundert, barockisiert um 1720). Vom Anlegesteg aus verkehren die Linienschiffe zur Fraueninsel, zur Herreninsel und wieder zurück nach Gstadt (Fahrraddepot:   )

Sehenswürdigkeiten:

Frauenchiemsee – Der Überlieferung nach vom Agilolfinger Herzog Tassilo III. zeitgleich um 765 mit dem Kloster Herrenchiemsee gegründetes Benediktinerinnenkloster. 866 wurde die in (Alt-)Ötting geborene und noch heute als Selige Irmengard verehrte Tochter König Ludwigs des Deutschen Äbtissin. Aus karolingischer Zeit stammen die Grundmauern der bau- und kunsthistorischen Abteikirche „Mariä Opferung“ und die benachbarte, um 860 erbaute „Torhalle“ (Museum); der freistehende Glockenturm (Campanile) ist ein Bauwerk des 10./11. Jahrhunderts. Die heutigen Konventbauten wurden erst 1729/30 errichtet. Sehenswert ist das ganze Inseldorf mit seinen kleinen Fischer- und Sommerhäusern. In den gemütlichen alten Stuben des Gasthofs „Inselwirt“ befinden sich Gemälde der „Chiemsee-Maler“ (ab Mitte 19.Jhdt.).

Herrenchiemsee – In unseren Tagen konzentriert sich das Interesse der Besucherströme vorrangig auf das vom bayerischen „Märchenkönig“ Ludwig II. im Jahr 1878 - als kleinere Kopie von Versailles – errichtete prunkvolle „Neue Schloss“ mit seinen prächtigen Parkanlagen. Das sog. „Alte Schloss“ war ein um 1130 gegründetes und als Sitz des von Salzburg aus gegründeten Bistums Chiemsee hoch bedeutendes Augustiner Chorherrenstift. Die in der Säkularisation durchgeführten Abbrucharbeiten (mit späterem Einbau eines Brauhauses) haben nur noch spärliche Ausstattungsreste der 1676-78 im frühbarocken Stil neu gebauten Domstiftskirche St. Sebastian und Sixtus übrig gelassen. In den ehemaligen, ebenfalls im 17. Jahrhundert auf den Resten von Vorgängerbauten errichteten Konventtrakten tagte 1948 ein Verfassungskonvent zur Ausarbeitung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.

Empfehlenswerter Abstecher: Nach Rimsting, dem Geburtsort der Mutter Papst Benedikts XVI., gelangen wir über den „Chiemsee-Uferweg“. In der Pfarrkirche St. Nikolaus, deren Hochaltar aus Altarteilen (17. Jhdt.) der säkularisierten Domstiftskirche Herrenchiemsee zusammengestellt ist, feierten Georg und Joseph Ratzinger 1951 ihre Nachprimiz. Den westlich von Rimsting auf einem Höhenrücken (694 m ü.N.N.) gelegenen Aussichtspunkt „Ratzinger Höhe“ erklimmen wir auf ruhigen Nebenstraßen über insgesamt 15 Kilometer und genießen den Prachtblick auf den Chiemsee, die Chiemsee-Inseln und Chiemgauer Berge.

Information: Chiemsee-Infocenter Felden, Tel. +49-8051-965550, www.chiemsee.de

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Amerang einem alten Adelssitz mit Schloss und Schlosskapelle (1513), bekannt durch sommerliche Meisterkonzerte im Arkadenhof

Weitere Sehenswürdigkeiten: Pfarrkirche St. Rupertus(ursprünglich gotisch, im 18. Jhdt. barockisiert), Schlossmuseum, Ostoberbayerisches Bauernhausmuseum mit 15 historischen Gebäuden, Museum für Deutsche Automobilgeschichte;

Information: Touristinfo, Tel. +49-8075-919728, www.amerang.de

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Wasserburgder in einer Flussschleife des Inn landschaftlich überaus reizvoll gelegenen mittelalterlichen Handelsstadt. Wasserburg ist eine der geschichtsträchtigsten Städte Altbayerns, der Salzhandel blühte hier bis ins 19. Jahrhundert.

Sehenswürdigkeiten: Stadtpfarrkirche St. Jakob (15. Jhdt.) mit prächtiger Kanzel (Brüder Zürn 1638), Frauenkirche (14. Jhdt.) mit gotischem Gnadenbild vom Typus der „Schönen (Salzburger) Madonnen“, Burg der Hallgrafen (heute Seniorenheim), spätgotisches Rathaus mit Ratsstube und großem Rathaussaal, ansehnliche Bürgerhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert, Erstes Imaginäres Museum, Städt. Museum Wasserburg, Wegmachermuseum, Bierkellermuseum, Skulpturenweg.

Information: Fremdenverkehrsamt, Tel. +49-8071-10522, www.wasserburg.de

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Garsmit seiner stattlichen Klosteranlage. Deren Gründung geht ins 8. Jahrhundert zurück. Zusammen mit dem weiter flussabwärts gelegenen Kloster Au wurde es der Benediktinerabtei St. Peter zu Salzburg geschenkt. Ab 1122 und bis 1803 Augustiner-Chorherrrenstift, wird das Haus seit 1855 von den Redemptoristen betreut und eigentlich sollte Joseph Ratzinger nach dem Wunsch seiner Mutter hier in diesen Orden eintreten. Die 1690 von Kaspar und Domenico Zuccali in prächtigem Barockstil erbaute Stifts- und Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ war früher auch eine Wallfahrtsstätte zum Heiligen Felix. Heute wird der hier 1899 in jungem Alter verstorbene und 1988 seliggesprochene Priester Kaspar Stanggassinger verehrt.  

Information: Gemeindeverwaltung, Tel. +49-8073-9185-0, www.gars.de

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Kloster Au – mit der eindrucksvollen ehemaligen Augustiner-Chorherrenstiftskirche St. Maria, barocker Nachfolgebau einer um 1000 bestehenden Benediktiner-Klosterkirche und ehemals Wallfahrtsziel zu den Gebeinen der Heiligen Felicitas und ihrer sieben Söhne. Die Klostergebäude aus dem 17. Jahrhundert werden heute von Franziskanerinnen bewohnt. Joseph Ratzinger erhielt hier im Kindesalter Musikunterricht auf dem Harmonium. Seine Schwester Maria besuchte die Mädchen-Mittelschule des Klosters. Im Bereich des Klosterhofs gibt es ein uriges Bräustüberl von 1844 mit Biergarten.

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Aschau am InnWohnort der Familie Ratzinger vom Dezember 1932 bis Frühjahr 1937. „Kurz vor Weihnachten (schreibt J. Ratzinger) bezogen wir unsere neue Heimat in Aschau am Inn (Anm: Wohnhaus Hauptstrasse 21), einem behäbigen Bauerndorf mit großen, ansehnlichen Höfen…In der Mitte des Dorfes stand, wie es sich in Bayern gehört, eine stattliche Brauerei, deren Wirtshaus Treffpunkt der Männer an den Sonntagen war.. Das bäuerliche Leben war noch in einer festen Symbiose mit dem Glauben der Kirche zusammengefügt: Geburt und Tod, Hochzeit und Krankheit, Saat und Ernte“. Joseph besuchte in Aschau die Volksschule, empfing die Erstkommunion und wurde in der Nachfolge seines Bruders Georg, der 1935 in das Traunsteiner Priesterseminar eintrat, Ministrant in der stattlichen spätgotischen Dorfpfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“. Besonders beeindruckte und prägte ihn wohl zu dieser Zeit die von Pfarrer und Kirchengemeinde feierlich zelebrierte Liturgie an den Festtagen des Kirchenjahres. Er musste aber auch erleben, wie der aufkeimende Nationalsozialismus das Leben in diesem damals kleinen Dorf umzuformen begann. Die ersten Einführungsversuche von Marschübungen und pseudoreligiösen „germanischen“ Riten traf jedoch bei der bäuerlichen Bevölkerung offensichtlich nicht auf das erwartete große Interesse.  

Weitere Sehenswürdigkeiten: spätgotische Kirche St. Martin im Ortsteil Fraham, Filialkirche St. Peter im Thal
(romanischer Tuffquaderbau 13. Jhdt.), ehemaliger Getreidekasten der Grafen Toerring;

Information: Gemeindeverwaltung, Tel. +49-86389435-0, www.aschau-a-inn.de

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Wir fahren auf bezeichneter Radroute eine ruhige Gemeindeverbindungsstraße hinunter zum Inn-Wehr Klugham (2 km) und folgen dem nun stets nahe des Innkanals verlaufenden Weg ins Stadtrandgebiet von Waldkraiburg (5 km). Bei Durchfahrt des Stadtteils Pürten passieren wir die Wallfahrtskirche „Mariä Himmelfahrt“ mit ihrem prächtigen Hochaltar von 1680 und einer „Schönen Madonna“ (Salzburg, um 1425), sowie beachtlichen Wachs-Votivgaben.

Variante: Über den Innkanal hinauf zum östlichen Stadtrand mit seinen Industrieanlagen und auf Radweg durch den Mühldorfer Hart (Waldgebiet) nach Ampfing (Industriedenkmal „Alte Dampfmaschine“ und „Grüne Lagune“, größtes Naturbad Bayerns) und über das Salesianerinnenkloster Zangberg (Schlossanlage von 1687 mit „Ahnensaal“) und die Orte Mettenheim – Hart nach Mühldorf (= 22 km)

Information: Kulturamt, Tel. +49-8638-959305, www.waldkraiburg.de

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MühldorfSchon zur Römerzeit war hier ein wichtiger Flussübergang. Bereits im 10. Jahrhundert unter Salzburgischer Herrschaft, erhielt der durch Flussschifffahrt und Salzniederlage bedeutende Handelsplatz um 1350 das Stadtrecht und war bis 1802 als Enklave der mächtigen Fürstbischöfe ein „Stachel im baierischen Fleisch“. Im Bereich des 500 Meter langen und rechteckigen Stadtplatzes mit seinen Bürgerhäusern im typischen Inn-Salzach-Baustil gibt es eine Reihe bemerkenswerte Besichtigungsziele.

Sehenswürdigkeiten: Stadtpfarrkirche St. Nikolaus (15. Jahrhundert, Barockausstattung) mit Johanneskapelle und Pfarrhof (16. Jhdt.), Rathaus mit Renaissance-Sitzungssaal, mittelalterlicher Rauchküche und „Hexenkammer“, Heimatmuseum im Lodronhaus, Münchner Tor mit Nagelschmiedturm, Kulturzentrum im historischen Haberkasten, Innfähre;  

Information: Verkehrs- und Kulturbüro, Tel. +49-8631-612226, www.muehldorf.de

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Tüßling – mit seinem im 14. Jahrhundert angelegten Straßenmarkt und dem 1583 erbauten Schloss.

Sehenswürdigkeiten: Pfarrkirche St. Georg (1725/26), Pfarrkirche St. Rupertus in Burgkirchen am Wald (15. Jhdt., mächtige Hochaltaranlage von 1750-60), Brauereimuseum beim „Bräu im Moos“;

 

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